Es wäre Wünschenswert, wenn es eine Unterstützung von SubInvoiceLines in der Dokumentenverarbeitung von UBL/XRechnungen und ZUGfERD gibt.
Anwendungsfall:
Bei der Verarbeitung von UBL-Rechnungen in der Dokumentenverarbeitung von DocuWare ist uns eine Einschränkung bei der Verarbeitung von SubInvoiceLine aufgefallen.
Die XML-Struktur wird grundsätzlich erkannt und SubInvoiceLine können in der Konfiguration den Feldern einer Positionstabelle zugeordnet werden. Die Zuordnung funktioniert jedoch nur für die SubInvoiceLine der ersten InvoiceLine. Enthält eine Rechnung mehrere InvoiceLine mit jeweils eigenen SubInvoiceLine, werden die Unterpositionen der weiteren InvoiceLine nicht mehr in die Positionstabelle übernommen.
Nach Rückmeldung des Supports ist die Darstellung der SubInvoiceLine in der bildhaften Ansicht bereits umgesetzt und wird mit einem zukünftigen Cloud-Update bereitgestellt. Die beschriebene Einschränkung betrifft ausschließlich die Dokumentenverarbeitung bzw. das Mapping der Positionsdaten.
Warum ist das wichtig?
In der Bauwirtschaft sind hierarchisch aufgebaute Rechnungen die Regel und keine Ausnahme. Leistungsverzeichnisse bestehen aus Positionen, Unterpositionen und häufig auch aus Gruppen, auf deren Ebene Nachlässe oder Zuschläge berechnet werden.
Diese Hierarchie wird im UBL-Standard über SubInvoiceLine abgebildet und von verschiedenen Bausoftware-Lösungen genutzt. Eine Reduzierung auf ausschließlich InvoiceLine ist nicht immer möglich, ohne Informationen über die fachliche Struktur der Rechnung zu verlieren.
Dadurch können Rechnungen aus der Bauwirtschaft derzeit nicht vollständig automatisiert verarbeitet werden, obwohl die XML-Struktur korrekt erkannt wird.
Verbesserungsvorschlag
Es wäre wünschenswert, wenn die Dokumentenverarbeitung verschachtelte Wiederholungsstrukturen unterstützen würde, sodass sämtliche SubInvoiceLine aller InvoiceLine einer Rechnung einer gemeinsamen Positionstabelle zugeordnet werden können.
Damit könnten auch komplexe UBL-Rechnungen mit hierarchischen Leistungsverzeichnissen vollständig verarbeitet werden.
Diese Erweiterung würde insbesondere Unternehmen aus der Bauwirtschaft zugutekommen, dürfte aber auch für andere Branchen relevant sein, die den vollständigen UBL-Standard nutzen.
Mich würde außerdem interessieren, ob andere Anwender bereits auf dieselbe Einschränkung gestoßen sind oder ähnliche Anforderungen bei der Verarbeitung von UBL-Rechnungen haben.